Gaia


Gaia
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Auch Ge; die mütterliche Göttin der Erde, nach Hesiod später als das Chaos* entstanden. Sie brachte den Himmel, die Gebirge und das Meer hervor, sodann, vom Himmelsgott Uranos* befruchtet, den Okeanos*, das Geschlecht der Titanen* samt dem verschlagenen Kronos*, die Kyklopen* und die hundertarmigen Riesen. Da Uranos diese wegen ihrer Kraft und ihres entsetzlichen Aussehens gleich tief in der Erde verbarg, sann Gaia auf Rache und stiftete Kronos an, mit einem sichelförmigen Gerät den eigenen Vater zu entmannen, wenn er sich voll Liebesverlangen ihr nahe. Kronos tat, wie ihm geheißen, und aus dem Blut des verstümmelten Uranos erschuf Gaia die Giganten*, die Erinyen* und die Nymphen* der Bäume (Hesiod, Theogonie 116–187). Von Pontos, dem Meer, bekam Gaia weitere Kinder: Nereus*, Phorkys*, Keto* und »Eurybie mit dem eisernen Herz in der Brust« (Theogonie 233–239). Als Zeus* den Kronos und die Titanen entmachtete, sandte Gaia diesen den schrecklichen Typhoeus* zu Hilfe, den die Götter um Zeus* erst nach einem harten Kampf bezwangen. Nun fügte sich Mutter Erde in die neue Lage und riet selbst,
Zeus die Oberherrschaft zu übertragen (Theogonie 820–885). Was Hesiod in seiner Theogonie über die Kämpfe der Götter erzählt, wirkt teilweise hoch altertümlich und spiegelt vermutlich die Auseinandersetzungen zwischen dem Kult einer »Großen Mutter«, dessen Spuren sich überall im Mittelmeerraum nachweisen lassen, und dem durch Zeus vertretenen patriarchalischen Prinzip. Als »Allmutter« wird Gaia im Homerischen Hymnos 30 gepriesen, als Spenderin reicher Gaben; das erinnert an ihren alten Beinamen Pandora*.

Who's who in der antiken Mythologie. 2013.

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